DIY-Deo: Natürlich frisch durch den Tag

Deo war eines der ersten Dinge, die ich unbedingt ersetzen wollte. Schon lange fand ich es ‘unheimlich’, wie viele bedenkliche Stoffe man sich da täglich direkt auf die Lymphe sprüht. Nicht nur das Aliminium ist dabei gefährlich, sondern auch Weichmacher, Derivate, Parabene und viele mehr.

Eine Weile habe ich ganz verzichtet. Deo hatte früher nämlich gar keine Nachfrage. Die Frauen (die erste Zielgruppe damals) fanden nicht, dass sie es brauchen würden. Doch mithilfe von Werbung wurde suggeriert, dass es unabdingbar sei, Deo zu benutzen. Und schließlich änderte sich die Aussage von: ‘Ich brauche kein Deo’ zu ‘Ohne Deo gehe ich nicht mehr aus dem Haus’.

Da ich also auch schon jahrelang daran gewöhnt war, habe ich den kompletten Verzicht nicht geschafft. Deshalb wollte ich unbedingt ein funktionierendes DIY Deo haben.

In diesem Beitrag zeige ich dir zwei Varianten – die klassische Deo-Creme und den praktischen Deo-Stick – damit du genau die Lösung findest, die zu deinem Alltag passt.

Die Zutaten unter der Lupe: Warum sie funktionieren

Bevor wir rühren, schauen wir uns an, warum diese Kombination so unschlagbar ist:

  1. Natron (Natriumhydrogencarbonat): Der Star der Show. Es neutralisiert Säuren und damit auch die Bakterien, die für den typischen Schweißgeruch verantwortlich sind.
  2. Speisestärke: Sie wirkt wie ein kleiner Schwamm und absorbiert überschüssige Feuchtigkeit, ohne die Poren zu verstopfen.
  3. Kokosöl: Es besitzt von Natur aus Laurinsäure, die antibakteriell und entzündungshemmend wirkt.
  4. Bienenwachs/Beerenwachs: Sorgt für die nötige Härte, damit dein Deo auch im Sommer stabil bleibt (besonders wichtig für den Stick!).
  5. Ätherische Öle: Sie sorgen nicht nur für Duft, sondern bringen zusätzliche Eigenschaften mit (z.B. Teebaumöl gegen Bakterien oder Lavendel zur Beruhigung).

Variante 1: Die klassische Deo-Creme (Zart & Pflegend)

Diese Variante ist ideal für Einsteiger. Sie lässt sich leicht verteilen und zieht schnell ein.

Das Rezept (ca. 50 ml)

ZutatMenge
Bio-Kokosöl3 EL
Natron (sehr fein gemahlen)2 EL
Speisestärke (Mais oder Pfeilwurzel)2 EL
Ätherisches Öl5-8 Tropfen

Anleitung

  1. Schmelzen: Erwärme das Kokosöl vorsichtig im Wasserbad, bis es flüssig ist.
  2. Mischen: Rühre Natron und Stärke unter, bis keine Klümpchen mehr zu sehen sind.
  3. Veredeln: Sobald die Masse leicht abkühlt (aber noch flüssig ist), gibst du die ätherischen Öle hinzu.
  4. Abfüllen: In ein sauberes Tiegelchen füllen und im Kühlschrank fest werden lassen.

Variante 2: Der praktische Deo-Stick (Fest & Griffbereit)

Für alle, die keine Lust auf “Finger im Tiegel” haben oder viel unterwegs sind, ist der Stick die perfekte Lösung. Durch das Wachs bleibt er auch in der Sporttasche formstabil.

Das Rezept

ZutatMenge
Bio-Kokosöl2 EL
Bienenwachs (oder Beerenwachs für Veganer)1,5 TL (Pellets)
Shea-Butter1 EL (pflegt zusätzlich)
Natron2 EL
Speisestärke2 EL
Ätherisches Öl10 Tropfen

Anleitung

  1. Basis schmelzen: Kokosöl, Shea-Butter und Wachs zusammen im Wasserbad schmelzen.
  2. Pulver einrühren: Natron und Stärke unter die geschmolzene Masse rühren, bis eine homogene Creme entsteht.
  3. Duft: Ätherische Öle hinzufügen.
  4. Gießen: Die Masse in eine leere Deo-Stick-Hülse (gibt es online oder einfach eine alte gründlich reinigen) füllen.
  5. Aushärten: Den Stick für mindestens 2 Stunden in den Kühlschrank stellen, damit er richtig fest wird.

Häufige Fragen

“Hilfe, meine Haut reagiert gereizt!”

Natron ist sehr effektiv, aber manche Hauttypen reagieren empfindlich auf den basischen pH-Wert.

  • Lösung: Halbiere die Natron-Menge und ersetze den Rest durch mehr Stärke oder weiße Tonerde (Kaolin).

“Mein Deo wird im Sommer flüssig.”

Das liegt am Schmelzpunkt von Kokosöl (ca. 24-25°C).

  • Lösung: Lagere die Creme im Badschrank (dunkel und kühl) oder erhöhe bei der Stick-Variante den Wachsanteil leicht.

“Hinterlässt das Deo Flecken auf der Kleidung?”

Wenn du zu viel nimmst, kann das Fett Spuren hinterlassen.

  • Tipp: Nur eine erbsengroße Menge verwenden und kurz einziehen lassen, bevor du dich anziehst. Bei Natron-Deos gibt es keine gelben Deoflecken (wie bei Aluminium)!

Fazit

Ob als cremige Pflege oder handlicher Stick – ein DIY-Deo ist ein echter Gamechanger für deine Gesundheit und die Umwelt. Es braucht nur wenige Minuten Zeit und schenkt dir das gute Gefühl, genau zu wissen, was deine Haut berührt.

Viel Spaß beim Mixen und Ausprobieren! Welcher Duft ist dein Favorit? Schreib es mir in die Kommentare!

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