Sommer am Gargano
Jedes Jahr im Sommer fahren wir nach wieder in das kleine Fischerörtchen am Gargano und besuchen Giuseppes Familie, unsere Lieblingsorte und alle Restaurants der Gegend 🙂

Ca. 1600 km sind wir unterwegs. Ein paar Mal sind wir bereits durchgefahren, aber das ist ein Kraftakt und die letzten 300 km ein Graus. Die Kinder machen da jedes Mal noch am besten mit, aber wir Erwachsenen stöhnen jedes Mal über unsere Rücken … Meistens halten wir an und übernachten in einer Stadt, die ungefähr auf der Hälfte der Strecke liegt, z.B. Verona oder Trento (Trento ist übrigens eine sehr wenig beachtete Stadt und das zu Unrecht, denn sie ist wirklich wunderschön!)
Wenn wir dann in Apulien ankommen und ‘zuhause’ sind, verändert sich der Rhythmus unseres Lebens komplett: Lange schlafen, mittags erstmal kochen und essen und erst nachmittags ans Meer, weil es sonst unerträglich heiß ist. Nach dem Meer (an dem es Snacks und Eis gibt) wird erneut gekocht. Gegessen erst gegen 20/21 Uhr. Die Kinder gewöhnen sich überraschend schnell daran. Und dann geht es nach draußen. Auf den Straßen – egal, wie klein die Stadt ist – ist die Hölle los. Kinder bleiben bis Mitternacht wach, spielen Fussball auf den Piazzas und essen Eis. Die Menschen treffen sich, ohne sich zu verabreden und verbringen den Abend gemeinsam.

Die Sommertage in Apulien verfliegen jedes Mal. Ab und zu fahren wir in die Berge (den Gargano) und suchen ein bisschen Schatten im Foresta Umbra (einem dichten Tannenwald, in dem es u.a. wilde Kühe gibt). Aber die meiste Zeit sind wir eben am Meer.
